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Sport in der Schwangerschaft

27. Mai 2015

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Nachdem ich nun schon häufiger Fragen zum Thema „Sport in der Schwangerschaft“ erhalten habe, möchte ich heute endlich mal etwas näher darauf eingehen. Zu Beginn ist es mir sehr wichtig zu erwähnen, dass jeder selbst wissen und vor allem spüren muss, was einem in der Schwangerschaft gut tut. Der Eine hat Power und Lust auf Bewegung, der Andere ist vielleicht müde, ko oder auch aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage Sport zu treiben. Hört auf alle Fälle auf euren Körper und haltet stets Rücksprache mit eurer Ärztin und/oder Hebamme.
So durfte ich z.B. in den ersten Wochen der Schwangerschaft keinen Sport betreiben und sollte mich lieber etwas schonen, da ich ein Hämatom in/an der Gebärmutter hatte. Nach dem dieses jedoch wieder abgeklungen war, gab es bei mir keinerlei Gründe mehr dafür, auf Sport verzichten zu müssen. Ganz im Gegenteil. Mir tat es unheimlich gut, in Bewegung zu sein. Jetzt, auf der Zielgerade mache ich jedoch wesentlicher weniger Sport, schaue aber, dass ich jeden Tag eine flotte Runde spazieren gehen oder mich aufs Rad schwinge. So bleibt der Kreislauf schön in Schwung und auch Wassereinlagerungen können etwas reduziert bzw. vielleicht sogar ganz verhindert werden.

Joggen

Bis zum 7. Monat war ich regelmäßig joggen. Meist ging es für mich drei Mal pro Woche ab in den Park. Hier habe ich fleißig meine Runde gedreht. Natürlich war meine Strecke wesentlicher kürzer als vor der Schwangerschaft und auch das Tempo habe ich ordentlich gedrosselt. Es ging mir schließlich nicht mehr darum, neue Rekorde aufzustellen, sondern einfach fit zu bleiben. Eine gute Ausdauer kann bei der Geburt nämlich nicht schaden, habe ich gehört 😉 Glücklicherweise hatte ich in den ersten Monaten auch wirklich absolut keine Beschwerden. Das blöde Ziehen in der Leiste kam erst Ende des 7. Monats und hat schließlich auch dazu geführt, dass ich mit dem Joggen aufhören musste.

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Wandern

Was ich bis zum jetzigen Zeitpunkt wirklich gerne mache, ist das Wandern. Bereits auf Teneriffa haben wir ordentliche Touren bewältigt und auch jetzt, im Cinque Terre habe ich es tatsächlich noch geschafft, einen „Experten-Weg“ zu meistern. Okey, ich habe teilweise geschnauft wie eine Dampflok, aber wir sind oben angekommen. Wichtig sind auf alle Fälle gute Schuhe (denn die Bänder sind in der Schwangerschaft wesentlich weicher) und genug zu Trinken. Außerdem habe ich immer magnesiumreiche Lebensmittel dabei, sowie z.B. getrocknete Bananen. Aber nicht nur im Urlaub sind wir zu Fuß unterwegs, sondern auch daheim. Ab und an geht es am Wochenende mit meinen Eltern in den Schwarzwald oder auch ins Kraichgau. Dort gibt es tolle Wege und vor allem auch eine schöne Landschaft.

Fitness

Gleich zu Beginn der Schwangerschaft habe ich mir auch einige Fitness DVD´s bestellt. Leider konnte mich nur eine so richtig überzeugen und zwar „Fitness für Schwangere„. Diese DVD hat mich wirklich zum Schwitzen gebracht und dafür gesorgt, dass ich hin und wieder Muskelkater hatte. Selbst in der Schwangerschaft ist es bei mir nämlich so, dass ich mich beim Sport auspowern möchte und nicht sachte auf der Stelle rumschreiten will. Das verkraftet mein Ehrgeiz nicht 😉 Natürlich habe ich trotzdem auf meinen Körper gehört und auch das ein oder andere Mal das Programm vorzeigt abgebrochen! Im Ganzen denke ich jedoch, dass diese DVD wirklich nicht für Sportanfänger geeignet ist, so wie es auch in vielen Bewertungen zu dieser DVD steht. Sportanfängern kann ich da eher „Fit mit Baby Bauch“ empfehlen. Das Programm ist wesentlich „harmloser“, kräftigt und dehnt aber trotzdem die wichtigen Körperstellen. Mir persönlich war diese DVD zu Beginn der Schwangerschaft zu „lasch“, aber jetzt aufs Ende hin, wo man doch mehr mit der Kugel und der Kurzatmigkeit zu kämpfen hat, ist sie ok.
Yoga für Schwangere“ habe ich mir im Anschluss an meinen Yoga Kurs (in einem Yoga Studio) gekauft. Ganz ehrlich, diese DVD finde ich schrecklich. Das Gerede, die Übungen… Vielleicht liegt meine Abneigung aber auch nur daran, dass ich zuvor in den Genuss eines „echten“ Kurses kam?!

Yoga

Ab der 11 SSW bis zur ca. 20 SSW habe ich einen Yoga Kurs für Schwangere besucht. Dieser hat mir sehr gut gefallen. Besonders der Sonnengruß hat meinen Kreislauf immer schön in Schwung gebracht und zudem dazu geführt, dass ich etwas beweglicher wurde. Denn „Dehnen“ war leider noch nie so wirklich meine Stärke. Aber auch die Atmung und das Entspannen taten wirklich gut. Leider konnte ich aus terminlichen Grünen den Kurs nicht fortsetzten. Und ganz ehrlich, daheim mache ich super selten Yoga. Ist die Matte nämlich erstmal ausgebreitet, trainiere ich lieber Po, Beine und Arme – Hauptsache Madame hat das Gefühl, Sport gemacht zu haben und kam ins Schnaufen 😉 Da wird dann die, eigentlich wichtige, Entspannung hinten angestellt.

Radfahren

Ich bin so ein richtiges Radel-Mädel. Bevor ich das Auto aus der Tiefgarage chauffiere, mich dann durch die Stadt presse und anschießend noch einen Parkplatz suchen muss, schwinge ich mich lieber auf mein Rad. Das geht flott, schont die Nerven und hält zudem fit. Neben kurzen Strecken, so wie zB von uns daheim bis in die Innenstadt, zum Arzt oder auch zum Einkaufen, fahre ich auch öfters zu meinen Eltern. Hier hat ein Weg ca. 8 km, hin und zurück in Summe dann also ca. 16 km. Doch, das Rad ist mein „Auto“ und bringt mich auch bei Sturm und Regen immer gut ans Ziel. Man muss sich nur richtig anziehen…

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Ich hoffe, mein Post hat einige Fragen zum Thema Sport in der Schwangerschaft beantwortet? Hier gibt es übrigens einen kleinen Einblick in mein Sportprogramm, wenn ich nicht schwanger bin…

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9 Kommentare

  • Antworten Saskia 27. Mai 2015 um 19:31

    Sportlich, sportlich. Da meldet sich sofort mein schlechtes Gewissen (und das ohne Schwangerschaft).

  • Antworten OktoberKind 27. Mai 2015 um 19:50

    Danke für deinen Beitrag, für mich sehr informativ!

    Ich bin jetzt in der 17. Woche, aber immer noch viel zu k.o., um ordentlich Sport zu machen. Das habe ich vorher schon nicht wirklich, wollte es jetzt aber anfangen. Durch die Schwangerschaft ist meine Kondition aber schon so mies, dass ich nicht mal mehr flotteren Gehschritt ohne schnaufen schaffe 🙁

    Ich hoffe sehr, dass ich in den nächsten Wochen wieder ein bisschen Elan entwickle, um was zu machen, denn du hast ganz recht, bei der Geburt kann das echt von Vorteil sein (und der Alltag mit Kleinkind ist mit guter Kondition sicher auch leichter zu bewältigen).

    LG, OktoberKind 🙂

  • Antworten Nathalie 27. Mai 2015 um 20:35

    Ein schöner Beitrag!

    Ich bin so froh, dass ich in dieser Schwangerschaft weiterlaufen kann, nachdem mir in der ersten ja von meiner alten Ärztin dringend davon abgeraten wurde, weil es ja angeblich überhaupt nicht gut sein sollte…Die Dame war aber sowieso nicht ganz auf dem neusten Stand. Meine jetzige Ärztin meinte ja sofort, dass es absolut kein Problem sei, solange es mir dabei gut geht und ich mich wohl fühle. Und deswegen hoffe ich, dass ich nun auch noch lange durchhalte, auch wenn ich immer langsamer werde. 😀

    Einen Yoga-Kurs für Schwangere möchte ich auch noch gerne besuchen, da ich diesmal keinen Geburtsvorbereitungskurs machen werde, aber meine Hebamme meinte, dass das Yoga sehr empfehlenswert ist, um die richtigen Atemtechniken für die Geburt wieder aufzufrischen.

    Und im Sommer freue ich mich jetzt auch auf’s Schwimmen. Hoffen wir mal, dass es nun endlich etwas wärmer wird. 🙂

  • Antworten Bratwurstmadl 27. Mai 2015 um 23:31

    Also, ich bin zwar eigentlich gar nicht schwanger, ’ne Kugel schieb ich trotzdem vor mir her 🙂
    Ich finde den Post wirklich super – bzw. generell deine Mommy to Be Themen!
    So viel schöner als sich durch irgendwelche Baby-Kauf-Collagen durchzuklicken.

    Alles liebe,

  • Antworten Amysa 28. Mai 2015 um 11:54

    Sehr schöner Artikel 🙂 Ich versuche auf Sport in der Schwangerschaft zu treiben. Mir gefällt am besten Nordic Walking, dazu komme ich ca. 3x die Woche für 60 Min. Damit es etwas Abwechslung gibt habe ich mich noch für einen AquaFit Kurs für Schwangere angemeldet und auch dieser gefällt mir richtig gut 🙂 Yoga ist nicht so Meins und ich weiss was du bei dem Thema Fitness mit „auspowern“ meinst. Ich finde es auch sehr schwer nicht richtig Gas zu geben wie vor der Schwangerschaft, deshalb habe ich das Thema Fitness leider ganz für mich abgeschlossen. Ich kann mich dann nämlich nicht stoppen und wenn der Puls zu hoch geht ist das nicht so gut fürs Kind. Deshalb lieber Walken und Wassersport 🙂 Ich hoffe ich finde nach der Schwangerschaft wieder die Zeit mit dem Joggen anzufangen, mir fehlt das total! LG Amysa

  • Antworten Sally 4. Juni 2015 um 16:38

    Sag mal wieso hast Du eigentlich immer diese eine helle Strähne so gefärbt ?das sieht irgendwie seltsam aus…?

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