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Fokus Thema März – Lebensmittel bewusst einkaufen und weniger wegwerfen

1. März 2019

bewusst einkaufen, Öebensmittel, nachhaltig leben, weniger Essen wegwerfen

Lebensmittel bewusster einkaufen, das möchte ich mir für den März vornehmen. Eigentlich sollte es kein Thema sein, bewusst einzukaufen. Eigentlich sollte wir das alle tun. Aber ich bin ehrlich, ich kaufe häufig ziemlich planlos ein bzw. lasse mich im Laden inspirieren. Was gibt es? Was könnte ich daraus kochen?

Im Prinzip ist das nicht schlecht, denn saisonal einzukaufen ist ein guter Ansatz. Doch häufig kaufe ich hiervon ein bisschen ein, davon etwas, „ach, hab ich eigentlich noch Reis? (zack in den Wagen geworfen)“ und „oh, frischer Spinat„.

So kaufe ich Lebensmittel ein

Seit unserem Umzug raus aus der Stadt, hat sich mein Einkaufsverhalten sehr verändert. War ich bis vor wenigen Monaten noch fast täglich auf dem Markt, im Bio Laden, in der Drogerie, oder auch beim Discounter zwei, drei, vier Sachen einkaufen, fahre ich nun ca. ein Mal pro Woche in das Industriegebiet. Ein großer Einkauf pro Woche. Habe ich Sachen vergessen, oder wir benötigen ein frisches Brot, dann statte ich dem Mini-Bio Laden hier vor Ort einen Besuch ab.

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Warum ich Lebensmittel bewusster einkaufen möchte

Zwar schreibe ich mir daheim vor dem Einkauf meist einen Einkaufszettel, doch ich muss zugeben, dass dieser in 80% der Fälle einfach in der Tasche stecken bleibt. Das Wichtigste im Kopf und der Rest – mal sehen, was es gibt. Natürlich weiß ich, was wir dringend brauchen, doch ich neige dazu, zu hamstern. Eine vierte Packung vom Lieblingsmüsli, zwei Gurken, weil „nicht das sie bis zum Frühstück am Samstagmorgen nicht reichen„, eine Dose gehackte Tomaten (braucht man schließlich immer) und…

Unsere Vorratsschränke in der Küche sind meist (über-) voll und eigentlich geht so gut wie nie etwas aus. Was für ein Luxus. Und was für ein Quatsch?!

Wir haben das Privileg immer genug Essen zu haben. Wann immer uns Hunger oder Gelüste überkommen, können wir einfach in die Küche marschieren – oder auch zum nächsten Geschäft. Nahrungs- und Lebensmittel in Hülle und Fülle. Und so fällt es einem manchmal gar nicht schwer, zwei Löffel Tomatensoße in den Müll wandern zu lassen, weil man denkt, dass es sich nicht lohnt, diese aufzuheben. Oder auch der Joghurt, ein paar Tage „drüber“. Ich bin ein Mensch der Sorte boah ne, drei Tage abgelaufen? Der riecht ja schon sauer durch die Packung. Einbildung natürlich und blöd. Richtig blöd. Zum Glück ist der Ehefreund in dieser Hinsicht genau das Gegenteil von mir.

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Verdammt nochmal ja, ich schmeiße zu viel Essen weg. Und damit ist jetzt hoffentlich Schluss!

Aber nicht nur das Wegschmeißen von Lebensmitteln muss aufhören. Sondern auch das hamstern. Bereits in den letzten Tage habe ich damit begonnen unsere Vorräte genau zu sichten und zu sortieren. Was ist da? Was könnte ich daraus kochen? Im Alltagstrott neigt man doch häufiger dazu immer das Gleiche zu kochen und kleine Lebensmittelschätze in der Schublade zu vergessen. Mein Ziel ist es deswegen nun, alle „Schrankschätze“ in den nächsten Tagen und Wochen aufzubrauchen. Quasi ein Mal alle Vorräte wegzuessen, um dann ein Mal strukturiert und sinnvoll einen kleinen, überschaubaren Vorrat anzulegen.

7 Tipps um bewusster einzukaufen und weniger wegzuwerfen

Um in Zukunft bewusster einzukaufen und vor allem weniger wegzuwerfen, habe ich mir eine kleine Liste mit Punkten erstellt. Diese Punkte möchte ich mir zu Herzen nehmen und berücksichtigen:

  1. Einkaufszettel schreiben –> Macht einfach Sinn und hilft dabei sich auf die Dinge zu fokussieren, die man wirklich benötigt. Wobei ich es nicht super streng sehe, da ich mich gerne von Lebensmitteln inspirieren lasse  – „oh ja, das könnte ich damit kochen…“. Mein Tipp: legt euch einen kleinen Zettel in einer Schublade in der Küche zurecht und notiert darauf immer das, was ihr aufgebraucht habt und nachkaufen wollt.
  2. Speiseplan erstellen –> Ein Speiseplan sorgt nicht nur dafür, dass das Essen schön abwechslungsreich ist, sondern hilft natürlich auch beim Einkaufen. Anhand des Speiseplans kann man sich wunderbar eine Einkaufsliste schreiben. Unser Speiseplan ist übrigens häufig nur sehr basic, sprich beispielsweise: Monatg – Reis, Dienstag – Nudeln, Mittwoch – Hirse… Quasi ein Grundgerüst, welches im Lauf der Woche ausgebaut wird.
  3. Vorräte kontrollieren –> Damit sich Müslis und Co. nicht häufen, möchte ich in Zukunft meine Vorräte häufiger kontrollieren und vor allem aufbrauchen. Besonders Produkte, welche schon lange in der Schublade schlummern, da sie beispielsweise „exotisch“ sind.
  4. Nicht von Angeboten verleiten lassen –> „Oh cool, im Angebot“. Wer lässt sich nicht gerne von Angeboten locken. Sind sie sinnvoll, da brauchbar, ist das natürlich toll, aber häufig greift man in solchen Situationen zu Produkten, welche man sonst nicht gekauft hätte. Aus solchen Momenten stammen übrigens einige unserer Vorratsschrankleichen.
  5. Kleinste Mengen aufbewahren –> Zwei Löffel Soße aufheben? Lohnt sich nicht. Die drei Nudeln – Quatsch. NEIN! Ich habe damit begonnen auch wirklich kleinste Mengen aufzuheben und teilweise einzufrieren. Die Reste eignen sich nämlich ideal für unsere Bowls. Zwar sehen unsere nicht ansatzweise so cool wie die auf Instagram aus, aber sie schmecken. Köstlich. Für Bowls landen alle Reste quasi in einer Schüssel, bzw. jeder nimmt sich das, was er mag. Ein bisschen Reis, etwas Avocado, gemischtes Gemüse aus der Pfanne, ein Klecks Hummus, ein bisschen Koriander, der Rest Soße… Schön bunt, abwechslungsreich und das ideale Resteverwertungsgericht.
  6. Haltbare Beilagen –> Damit man von Resten auch gut satt wird macht es Sinn, immer ein paar haltbare Beilagen im Haus zu haben. TK Gemüse, sowie Reis, Nudeln, Quinoa, Bulgur und Co. sind flott zubereitet und machen aus jedem „Rest“ eine gute Mahlzeit.
  7. Vertau auf deine Sinne!–> Riechen, schmecken, anschauen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist ein Muss auf Verpackungen, kann aber ganz häufig ignoriert werden. Die meisten Lebensmittel sind weit über das MHD hinaus genießbar. Hier muss ich mich sehr dolle an meiner eigenen Nase packen. Zu leicht lasse ich mich vom Haltbarkeitsdatum irritieren. Schnell landet etwas im Müll, was vielleicht noch essbar gewesen wäre. Hier möchte ich viel achtsamer werden und mich in Zukunft immer auf meine Sinne verlassen.
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Wie ist dein Einkaufsverhalten? Hand aufs Herz, schmeißt du viele Lebensmittel weg?

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1 Kommentar

  • Antworten Christine 4. März 2019 um 8:51

    Danke für deine guten Tipps zum bewussten einkaufen. Ich wohne zur Zeit auch (noch) in der Stadt und genieße es schnell mal auf den Markt zu kommen. Leider muss ich mich noch ein bisschen darin üben mir regelmäßig einen Speißeplan zu erstellen, dass klppt bei mir noch gar nicht.
    Liebe Grüße, Christine

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