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Beikost – Ganz nach Babys Wünschen! Brei und Fingerfood kombinieren

2. Mai 2018

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Vor kurzem habe ich erzählt, dass wir mit der Beikost gestartet haben. Ein Artikel, welcher auf sehr großes Interesse bei euch gestoßen ist, was mich natürlich freut. Deswegen geht es heute auch direkt mit meiner kleinen „Beikost Reihe“ weiter und ich berichte euch, was hier auf bzw. unter und neben dem Tisch landet.

Was isst unser Baby?

Die ersten Beikostversuche waren Gurke und Fenchel. Einfach so, auf die Hand. Unser Bub war überaus interessiert, hat das Gemüse ertastet, angelutscht und angeknabbert. Ja, er hat uns ganz deutlich gezeigt, dass er reif für den Beikoststart ist. Und so öffnete er auch wenige Tage später direkt sein Mündchen, als der erste Löffel mit Brei angeflogen kam. Ganz klassisch haben wir mit Karotte begonnen und hätte nicht ich die erste Beischlacht nach drei, vier Löffeln eingestellt, ich glaube, der Bub hätte das Schälchen geleert. Ich wollte es jedoch langsam angehen lassen und erstmal schauen, wie er, sein Bäuchlein auf den ersten Brei reagiert.

Da es keinerlei Verdauungsprobleme oder sonstige „Anzeichen“ gab, haben wir die folgenden Tage fröhlich weiter Karottenbrei gekocht und gefüttert. Mal mehr und mal weniger. Ganz entspannt, ohne Druck. Aber stets mit Fingerfood in der Hinterhand, denn der Augustbub hat uns ganz klar gezeigt, dass er auch etwas in seinen Händen halten möchte. So gestaltete sich das Essen noch viel entspannter und abwechselnd sind ein Löffel mit Brei und ein Stück gedämpftes Gemüse in sein Mund gewandert. Und auch mal wieder raus…

Nach dem Essen sah und sieht es hier dementsprechend immer etwas „wild“ aus. Egal, denn mir ist es wichtig, dass der Bub das Essen erkunden kann. Mit allen Sinnen.

Der Brokkoli wird in kleinste Teilchen zerpflückt, der Brei in die Haare massiert, Dinkelstangen werden auf Wurftauglichkeit geprüft und Babykekse werden in Richtung Mamas Mund gestreckt „mh…die schmecken aber fein, Danke F.“ (wirklich!).

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Brei und Fingerfood kombinieren – Ganz nach Babys Wünschen

Nach wie vor kombinieren wir Brei und Fingerfood, fahren damit wirklich super. Bei unserem Großen war es genau so und dementsprechend bin ich schon etwas geübt bzw. entspannt, entspannter. Denn anders als beim ersten Kind, mache ich mir nun, beim zweiten Baby, noch wesentlich weniger Gedanken. Ich bin davon überzeugt, dass er sich das nimmt bzw. verlangt, was er möchte und braucht. Heute mehr Brei, morgen mehr Babykekse und übermorgen lediglich Muttermilch.

Dank (wann kommt endlich der Frühling) Erkältungs- und Krankheitswelle wurde hier beispielsweise letzte Woche fast wieder voll gestillt. Bis auf ein, zwei Hirsekringel hat der Bub alles, außer Milch, verschmäht. Absolut verständlich, wie ich finde, denn wenn man krank ist, hat man meist keinen Appetit und das Trinken ist wichtiger denn je.

Beikost – Muss man alles selber kochen?

Eine Frage, welche mir sehr häufig gestellt wird ist, ob ich denn immer alles selber koche. Ganz ehrlich, nein. Hin und wieder gibt es hier auch Gemüsebrei aus dem Gläschen und ehrlich, ich fühle mich dabei nicht schlecht. Genau wie bei der Beikost kombiniere ich auch hier. Zwar gibt es meist selbstgekochte Breie, selbstgebackene Kekse und Co., aber manchmal, da gibt es eben auch Brei aus dem Glas oder Hirsekringel aus der Tüte. Ganz so wie es in den Alltag passt.

Auch werde ich häufig gefragt, ob es mich denn nicht deprimiert, wenn mein liebevoll zubereitetes Essen nicht gegessen wird oder vielleicht zu 80% auf dem Boden landet. Nö.

Natürlich ist es manchmal schade, wenn gekochter Brei (oder auch gedünstetes Gemüse) komplett verschmäht wird, aber diese Tatsache, die gibt es einfach immer. Vor allem mit Kids. Das passiert mir auch beim „Großen“. Da waren Pfannkuchen mit Kohlrabi letzte Woche noch „mein liebstes Essen, Mama“ und die Woche drauf gibt es eine kleine Krise, weil eben „dieses“ liebste Essen anstelle von Schupfnudeln auf dem Tisch gelandet ist…

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Es gibt Brei, Brei Baby!
Ideen für gesunde, abwechslungsreiche Babybreie

Aber was gibt es denn nun für den Augustbub genau zu essen? Welche Breis werden hier geliebt? Aktuell gibt es meist gegen 14:00 Uhr das Mittagessen. So passt es am besten in den Tages- bzw. Schlafplan vom Buben. Gegart und anschließend gemixt werden bisher Karotten, Fenchel, Brokkoli, Süßkartoffel, Kartoffel, Kohlrabi, Pastinake, Kürbis und Zucchini. Mal so, mal so. Je nachdem, was es auf dem Markt bzw. im Bio Laden zu kaufen gab. Je nachdem, ob und wie viel Kartoffel im Brei ist, füge ich noch ein paar Hirse- oder Haferflocken hinzu. Und natürlich Öl. Hier verwende ich aktuell ein Rapsöl. Nicht vergessen solltet ihr zudem eine Portion Vitamin C. Hierfür könnt ihr entweder dem Brei etwas Orangensaft (richtig, guter, reiner Saft) hinzufügen, oder einfach dem Kind anschließend etwas ungesüßten Apfelbrei (oder auch Birnenbrei…) geben. So handhaben wird es.

Neben Gemüsebrei sind wir auch bei Getreidebrei/Getreide-Obstbrei angekommen. Diesen bereite ich derzeit noch mit Wasser zu. Sprich, ich verwende hierfür keine Milch. Denn ebenso wie bei unserem großen Sohn, werden wir auch beim kleinen Buben im ersten Lebensjahr auf Kuhmilch/Kuhmilchprodukte (weitestgehendst) verzichten. Warum, das könnt ihr bei Interesse gerne hier nachlesen. Dem Getreidebrei mische ich gerne weißes Mandelmus bei, da dieses tolle und wertvolle Fette und Mineralstoffe enthält.

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Baby Led Weaning – Das kommt in die Hand

Da es hier bekannterweise nicht nur Brei gibt, sondern auch Fingerfood, bin ich stets auf der Suche nach guten Rezepten und Ideen. In den letzten Tagen/Wochen habe ich mich an diversen Keksen, Stangen und Waffeln versucht, welche unterschiedlich gut beim Buben angekommen sind. Was er auf jeden Fall sehr gerne knabbert sind die Babykekse aus 4 Zutaten, sowie Dinkelstangen. Das Rezept hierfür teile ich gerne mit euch. Aber Achtung, mein Ehefreund nennt sie liebevoll „Baseballschläger“, denn sie sind wirklich hart. Eigenen sich aber dafür besonders gut zum einspeicheln, lutschen und nagen.

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Rezept für Dinkelstangen mit oder ohne Obst – Baby Led Weaning Rezept

180 g Dinkelvollkornmehl
30 ml Rapsöl
50 ml Wasser

Optional: 2-3 EL Apfelmus oder eine zerdrückte Banane

Backofen auf 180 Grad/Umluft vorheizen. Aus allen Zutaten einen Teig herstellen und daraus Stangen formen, welche sich gut von Babyhänden halten lassen. Die Dinkelstangen auf mittlerer Schiene für ca. 20 Minuten backen. Anschließend gut abkühlen lassen und in einer Dose (ich nutzte Blechdosen) aufbewahren. Fall ihr Obst verwendet, solltet ihr ca. 220 g Mehl verwenden.

Neben gebackenem gibt es natürlich viel Obst und Gemüse auf die Hand. Alles stets unter Aufsicht, denn die Kleinen können sich noch leicht verschlucken.

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Was kommt nach Brei und Fenchelkeule?

Eine gute Frage, ich bin gespannt. Was wird unser Sohn bald gerne essen? Wird er eher ein Reis-, Bulgur- und Couscousfan wie sein großer Bruder? Oder ein Kartoffelliebhaber, wie sein Papa? Oder entwickelt sich sein Geschmack in Richtung „Pasta all day“? Bleibt er seiner Brokkoli Liebe treu? Wird er ein Schleckermäulchen? Ich halte euch gerne auf dem Laufenden…

Was essen eure Kleinen gerne? Wie handhabt ihr es? Bzw. habt es gehandhabt? Brei oder Baby Led Weaning? Oder beides? Erzählt mit gerne von Euren Erfahrungen, ich freue mich!

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2 Kommentare

  • Antworten Ulli 3. Mai 2018 um 21:32

    Ich möchte auf jeden Fall das Mandelmus im Brei probieren, gefolgt vom Testen der „Baseballschläger“

  • Antworten Lena 21. Juli 2018 um 9:16

    Hier wird Brei total verschmäht, alles muss ganz sein und in die Hand deshalb Danke für dein Dinkelstangen- und Keksrezept ☺️

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