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Das vierte Enkelkind – Genug Liebe für 4?

29. Juli 2018

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Es ist schon der Wahnsinn wie schnell das alles geht! Inzwischen ist unser jüngstes Enkelkind fast schon ein Jahr und das Vierte ist im Anmarsch (bei reisemama). Da wird es mal Zeit zurückzuschauen, und Fazit zu ziehen, wie es so ist, mit 3 Enkelkindern.

Enkelkinder – Immer wieder ein Wunder

Es ist ja immer wieder ein kleines Wunder, so ein Neugeborenes. So winzig und trotzdem so vollkommen, so perfekt. Man ist überwältigt von diesem kleinen Engelswesen, dass am Anfang noch gar nicht wirklich von dieser Welt scheint, und dann, von Tag zu Tag, mehr im Hier ankommt und einem dann nach ein paar Tagen plötzlich mit großen Augen anschaut.

Ja, ich habe mich auch beim dritten und dann bald vierten Enkelkind sehr gefreut wieder Oma zu werden, habe Fraukes Bauch wachsen gesehen, habe mit ihr gelitten (Rückenschmerzen), und war total überrascht, als der „kleine Bruder“ dann tatsächlich 3 Tage vor dem errechneten Termin plötzlich so schnell da war.

Ist das erste Enkelkind etwas ganz besonderes?!

Und es war schon etwas anders als beim Ersten. Ähnlich wie bei meinen eigenen Kindern, wo jede Schwangerschaft und jede Geburt anders verlief, wo aber die dritte Schwangerschaft und Geburt dann doch so langsam zur Routine wurde ;-), war es auch beim dritten Enkelkind anders als beim Ersten. Ich war nicht mehr so aufgeregt und ungeduldig. Ich habe keinen Strampler mehr gekauft und habe kurz nach der Geburt zu meinem Erschrecken festgestellt, dass ich vergessen hatte, dem Ungeborenen während der Schwangerschaft einen kleinen Schutz-Engel zu kaufen (was ich bei den anderen Beiden gemacht hatte). Das war mir schon sehr arg!!

Das zweite Enkelkind – „Den kleinen Augustbub hatte ich sehr wenig auf dem Arm“

Auch nach der Geburt war es anders als noch beim J.Boy. Während ich mich nach dessen Geburt regelrecht auf ihn gestürzt habe, habe ich mich diesmal zurückgehalten und versucht mich vor allem J.Boy zu widmen wenn ich zu Frauke kam. Er sollte nicht das Gefühl haben, dass er jetzt weniger Aufmerksamkeit von mir bekommt. Das heißt, ich habe den kleinen F. erst einmal sehr wenig auf dem Arm gehabt. Als sich dann aber zeigte, dass J.Boy doch sehr mit Eifersucht zu kämpfen hat, hatten wir überlegt, ob wir es nicht ab und zu umgekehrt machen wenn ich komme.

Dass ich den Augustbub schaukle und Frauke dann Zeit nur für J.Boy hat. Zum Beispiel ging sie jetzt mit ihm zum Turnen. So bin ich dann auch in den Genuss von Mußestunden mit F. gekommen, welche ich natürlich auch sehr genossen habe.

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Egoismus vs. Unterstützung?!

Während es beim ersten Enkel mehr egoistisch darum ging, ein kleines Baby auf dem Arm zu halten, geht es mir jetzt eher darum, wie ich Frauke am Besten entlasten kann. Sie könnte da durchaus etwas weniger Skrupel beim Delegieren haben und weniger Angst, das sie mich zu sehr beansprucht, ich würde mich schon melden wenn es mir zu viel würde 🙂

Das vierte Enkelkind – Genug Liebe für 4?

Egal welches von unseren drei Enkelkindern ich gerade betreuen darf, ich bin nach wie vor in jedes verliebt. Jedes ist so einzigartig! Jedes so anders! Bei jedem geht mir das Herz auf, immer und immer wieder:  wenn es wieder etwas neues gelernt hat, einen neuen „Spruch“ auf Lager hat, mich anlächelt, auf meinem Arm eingeschlafen ist, ….

Man macht sich im Vorfeld ja schon Gedanken wenn man sooo viel Liebe für ein Kind empfindet ob da noch genug da ist für das nächste, aber wie hat Frauke einmal so schön in ihrem Blog geschrieben: Die Liebe hat sich verdoppelt. Ja, sie wird immer mehr, mit jedem Kind!

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Als Oma genießt man viel mehr…

Und ja, es ist ganz anders als mit den eigenen Kindern. Wahrscheinlich auch durch den Abstand, der zwischen den eigenen und den Enkelkindern ist  und auch weil man sie ja nur dosierter hat, empfinde ich  die Zeit mit den Enkelkindern als viel intensiver. Ich genieße sie viel mehr, bin wesentlich entspannter und geduldiger als mit meinen damals.

Wenn J.Boy bei uns schlafen darf, dann genießen mein Mann und ich das gleichermassen. Das sind dann ganz besondere Stunden. Wenn er Abends zwischen uns auf der Couch sitzt und wir ihm abwechselnd vorlesen. Leider mag er im Moment nicht bei uns schlafen, was ich sehr schade finde, aber das wird sich hoffentlich, wenn sie mal umgezogen sind, auch wieder ändern.

Bedeutet räumlicher Abstand zum Enkelkind, dass keine gute Beziehung aufgebaut werden kann?

Das kleine Reise-Mädchen sehen wir wegen der räumlichen Entfernung nicht so oft und anfangs hatte ich immer ein bißchen Angst, dass sie uns nicht richtig „nahe“ kommt, aber das war total unbegründet. Wenn sie hier ist mit ihren Eltern, oder wir dort, ist es immer als hätten wir sie erst gestern gesehen. Sie freut sich immer uns zu sehen und wir sind uns genauso nahe wie mit den Jungs. Wir genießen jede Minute mit ihr, freuen uns an unserem kleinen Mädchen, sind hin und weg von dieser kleinen Persönlichkeit.

Ich bin eine stolze Oma. Eine Oma voller Liebe.

Ja ich kann sagen, wir sind nicht nur wahnsinnig stolz auf unsere drei eigenen Kinder sondern auch auf unsere Enkelkinder, lieben alle gleichermassen viel, freuen uns auf das Vierte,  und alle die da noch kommen. Wir hoffen dass wir noch viel Zeit mit ihnen verbringen können und freuen uns auf die gemeinsamen Abenteuer.

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Es grüßt Euch
mit unerschöpflicher Liebe
Eure Oma Doris

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2 Kommentare

  • Antworten Katharina 3. August 2018 um 11:28

    Ich finde es auch immer wieder toll, die bloggende Oma zu lesen 🙂 bitte schön weiter machen!
    Bei uns ist die Situation mittlerweile so, dass es bei den Schwiegereltern 3x Kinder von Tochter 1 (in 10km Entfernung) 4x Kinder von Tochter 2 (in 200km Entfernung) und 1 Kind, bald 2, vom Sohn (ebenfalls 10km Entfernung) gibt. Sie haben zu jedem einzelnen Enkelkind eine ganz eigene Beziehung und unternehmen auch mit jedem wirklich viel.
    Natürlich war die Situation, gerade in Sachen Vorfreude, beim Ersten anders als jetzt. Aber ich merke selbst, dass die zweite Schwangerschaft mehr ’nebenher‘ läuft. Und trotzdem ist die (Vor-)Freude riesig. Nur eben nicht so das zentrale Thema, wie bei Nr 1.
    Ich finde es unglaublich toll und wertvoll so präsente Großeltern zu haben und hoffe, auch im Sinne der Kinder, dass sie uns so lange erhalten bleiben, wie mir meine.
    Liebe Grüße, Katha

    • Antworten ekulele 4. August 2018 um 22:36

      Liebe Katha, na da ist bei Euch bzw. den Schwiegereltern ja auch einiges los 🙂 Wie schön, dass auch sie solch eine tolle Beziehung zu ihren Enkelkinder haben, das ist wirklich Gold wert 🙂 Meine Mama freut sich sehr, dass du ihre „Serie“ magst 🙂

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