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Im Test: Emmaljunga NXT90 F – Kinderwagen/Sportsitz mit vollständiger Liegeposition

10. September 2017

Einige werden nun bestimmt denken „haben die schon wieder ein neuen Kinderwagen?!“ – ja, tatsächlich, denn wir dürfen den neuen NXT90 F von Emmaljunga testen. Über diese Möglichkeit habe ich mich super gefreut, denn schon in meiner ersten Schwangerschaft bin ich um die hochwertigen Kinderwägen aus Schweden geschlichen. Zugegeben, die Wägen sind kein Schnapper und gerade deswegen sollte man sich eine Anschaffung gut überlegen. Vor ca. 2,5 Jahren haben wir uns damals gegen einen Kinderwagen von Emmaljunga entschieden – rückblickend wohl ein Fehler, denn mit unserem ersten Kinderwagen waren wir alles andere als zufrieden. Auch wenn dieser von vielen Familien gelobt wird, für und war er nicht gemacht. Schwer zu manövrieren, keine gute Feststellbremse (bzw. ständig defekt), eine Babyschale, welche immer nach unten gerutscht ist… Wir haben uns zwar im Babyladen beraten lassen, doch ganz ehrlich, bei dem riesigen Angebot an Kinderwägen kann man schnell den Durchblick verlieren. Vor allem als werdende Eltern fühlt man sich schnell mal überfordert und weiß nach gefühlt hundert verbrachte Stunden in einem Geschäft für Babyartikel einfach nicht mehr, was man kaufen soll…

Deswegen bin ich unheimlich happy über die Möglichkeit, mich als „Mamablogger“ immer mal wieder durch das aktuelle Sortiment testen zu dürfen. Mittlerweile weiß ich ganz genau, was uns wichtig ist, worauf man achten muss. Ich prüfe bei jedem Kinderwagentest die Punkte, welche bei uns oberste Priorität haben – diese können natürlich von Familie zu Familie variieren. Auch bei uns kamen beispielsweise mit dem zweiten Kind neue „das muss ein Kinderwagen können“-Punkte dazu:

Was uns bei einem Kinderwagen für unsere zwei Kinder wichtig ist:
  • Gut zu manövrieren
  • Stabil und langlebig
  • Ein in der Höhe verstellbarer Griff (möglich hoch bzw. weit nach oben, da der Ehefreund fast 2 Meter misst)
  • Optimale Sitz- und Liegeposition für unsere Kids, sowohl in der Wanne, als auch im Sportsitz -> hierauf gehe ich weiter unten im Artikel näher ein
  • Ein möglichst großer Korb für Einkäufe und Spielplatzgedöns
  • Die Möglichkeit ein Mitfahrbrett anzubringen
  • Ein schnelles und einfaches Wechseln zwischen Babywanne und Sportsitz
  • Praktisch für die Stadt (Straßen, enge Stellen…), aber auch die Natur (Wald, Park, gerne mal querfeldein…)

Seit ein paar Wochen dürfen wir nun den Kinderwagen aus Schweden testen. Anfangs waren wir stets mit dem Sportsitz unterwegs, da der Augustbub noch nicht geboren war. Mittlerweile haben wir sowohl Babywanne als auch Sitz im Einsatz. Zudem wurde ein Geschwister Rollbrett angebracht. Wir waren bisher in der Stadt unterwegs, haben den Wagen voll beladen und holprige Untergründe befahren. Alles wurde vom NXT90 F mit Bravur gemeistert.

Vollständige Liegepostion möglich!

Das Besondere am NXT90 F ist die Tatsache, dass der Sportsitz in eine vollständige Liegepostion gebracht werden kann – großartig und sehr sinnvoll, wie ich finde. Bei vielen Kinderwägen ist dies leider nicht mehr möglich, da der Sportsitz in jeder Postion einen „Knick“ hat. Gerade für kleinere Kinder ist dies jedoch nicht optimal. Fürs Schlafen ist eine Waagerechte Postion aus ergonomischer Sicht einfach am besten. Ich erinnere mich da immer gerne an unseren „großen Kleinen“. Jonte hat schon recht früh die Babywanne gesprengt, war jedoch noch nicht in der Lage frei zu sitzen. Somit war es für ihn das Beste, im Sportsitz zu liegen, ohne Knick im Rücken. Unser erster Kinderwagen (mit welchem wir wie oben geschrieben in Summe nicht so zufrieden waren) hatte diese Möglichkeit zum Glück, ein Pluspunkt. Ich bin also sehr glücklich über die Tatsache, dass wir bei unserem neuen Kinderwagen von Emmaljunga diesen Pluspunkt, neben vielen weiteren, ebenso haben. Und noch jetzt, wenn Jonte mal im Wagen einschlummert, lege ich ihn in der Regel ganz zurück.

Was uns am Emmaljunga NXT90 F besonders gut gefällt:
  • Der Kinderwagen ist unglaublich stabil
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Ins Verdeck lässt sich mit Hilfe eines Reißverschlusses ein Fliegengitter samt Sonnenschutz befestigen
  • Das Wechseln zwischen Wanne und Sportsitz geht super flott
  • Der Sportsitz lässt sich in eine vollständige Liegepostion bringen
  • In den Einkaufskorb passt wirklich eine Menge
  • SAFE FRAME – wird der Sportsitz in Liegepostion gebracht, klappt eine Umrandung aus, welche den Kopf des Kindes schützt
  • Das Verdeck des Sportsitzes ist super groß, sodass das Kind vor Helligkeit, Wind, Regen oder auch Sonne super geschützt werden kann
  • Der Griff lässt sich Größe und Schrittlänge der schiebenden Person einfach anpassen
Nachteile des Kinderwagens:
  • Die Befestigung für das Mitfahrbrett finden wir nicht optimal, der Schieber geht sehr leicht ab
  • Das Verdeck des Sportsitzes klappt manchmal ungewollte nach hinten (wenn es nicht ganz ausgeklappt ist)
  • Trotz mitgeliefertem Verlängerungsteil für die Fußbremse ist diese, bei angebrachtem Geschwister Rollbrett, schwer zu lösen

Produkte Fakten Emmaljunga NXT90 F:
  • Liegeteil
    Gewicht ink. Verdeck, Winddecke, Matratze : 4,1 kg
    Innenmaße (Länge x Breite x Höhe) : 76 x 34 x 18 cm
    Gefaltete Maße (Länge x Breite x Höhe) : 81 x 39,5 x 19 cm
  • NXT90 F Sitzeinheit
    Gewicht inkl. Bezug, Winddecke, Verdeck: 6.1 kg
    Sitz (LxB): 100 x 32 cm
    Sitz in Liegeposition (Länge x Breite): 89 x 32 cm
    Gefaltete Maße (LxBxH): 76 x 40 x 30 cm
  • Gestell
    Vorderrad : 0,8 kg
    Hinterrad : 0,8 kg
    Gewicht inkl. Warenkorb: 8,1 kg
    Breite: 58,5 cm (einschl. Hinterräder )
    Gefaltete Maße (LxBxH) : 80 x 49,5 x 16 cm (ohne Räder)

Weitere Infos zum NXT90 F wie Ausstattung, Farben und Gestelle, sowie mögliches Zubehör für den Kinderwagen findet ihr auf der Homepage von Emmaljunga.

Unser Fazit zum NXT90 F:

Ein wirklich toller Kinderwagen, welcher seinem Preis absolut gerecht wird, denn ich bin mir sehr sicher: der Wagen ist robust und langlebig. Nicht nur unsere Jungs werden ihre Runden darin drehen, sondern bestimmt auch Cousin, Cousinen, die Kinder von Freunden oder, oder, oder. Der NXT90 F lässt sich gut schieben und eignet sich Dank seiner Lufträder sowohl für die Stadt, als auch Wald und Wiesen. War ich Lufträdern immer etwas skeptisch gegenüber („die gehen schnell kaputt und müssen ständig aufgepumpt werden„), konnten sie mich bisher absolut überzeugen. Das Schieben (besonders wenn Frido in der Wanne liegt und Jonte auf dem Geschwisterbrett steht) gelingt gut, für kurze Strecken sogar einhändig.

Mit etwas Übung (man braucht „den“ Griff) lässt es sich super einfach und schnell zwischen Sportsitz und Wanne wechseln. Für mich unabdingbar, denn anders als gedacht, ist unser Großer mit ca. 26 Monaten nicht immer super wild darauf im Stehen durch die Gegend zu düsen. Besonders wenn er müde ist, möchte er sitzen. In solchen Fällen binde ich mir das Augustbaby um und der „Große“ darf ganz bequem im Kinderwagen sitzen. Sein absolutes Recht, wie ich finde.

Für mich als „Mama ohne Auto unter der Woche“ ist der geräumige Einkaufskorb, an welchen man von allen Seiten super dran kommt, ein absoluter Pluspunkt. Und sollte ich doch mal nicht alles in diesen verstaut bekommen, habe ich mir für den Lenker zwei Haken besorgt, an welche sich easy peasy Taschen hängen lassen. Auch hier zeigt sich übrigens wieder wie robust der NXT90 F ist: der Wagen bleibt stehen und kippt nicht um (wie es mir mit anderen Kinderwägen schon passiert ist…). Natürlich sollte man es mit dem Gewicht an den Haken dennoch nicht übertreiben und stets ein Auge auf den Wagen haben!

Wenn auch nicht das Wichtigste, aber dennoch nicht außer Acht zu lassen: ich finde den Kinderwagen optisch einfach fabelhaft. Die Farbe ist mal etwas anderes und schaut je nach Lichtverhältnissen immer ein wenig anders aus (mal eher grün, dann eher lila), das Leder macht den Wagen edel und das schwarze Gestell spricht besonders den Ehefreund an. Er mag es gerne schlicht und nicht zu auffällig.

Auf welchen Kinderwagen, welches Modell, schwört ihr?

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit emmaljunga

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8 Comments

  • Reply Nadine 10. September 2017 at 10:00

    Hallo Frauke, verrätst du euer früheresModell, mit dem ihr nicht zufrieden wart?
    Was kostet der Emmaljunga in eurer Ausstattung?

    • ekulele
      Reply ekulele 10. September 2017 at 21:22

      Liebe Nadine, preislich liegt der Wagen mit Sportsitz und Wanne ca. bei 1200,00 Euro. Wir hatten als ersten Kinderwagen damals einen teutonia Be you
      Viele Grüße

  • Reply martje 12. September 2017 at 9:38

    der sieht wirklich super aus! Wir haben uns vor sieben Jahren für einen von Hartan entschieden, der alles an Vorteilen mitbringt, die du auch bei diesem hier nennst. Da wir wirklich vollstens zufrieden waren mit unserem haben wir ihn auch vor einem Jahr fürs zweite Kind wieder rausgeholt. Aber es ist optisch echt ein Unterschied, was sich da in den paar Jahren getan hat…. wüsste ich ganz sicher, dass noch ein drittes Kind kommt hätten wir uns wohl trotzdem einen neuen gekauft, den hier behalte ich auf jeden Fall mal im Hinterkopf 🙂

    Liebe Grüße

  • Reply Mila 12. September 2017 at 21:07

    Wir haben uns dieses Jahr für den Britax Go Big entschieden. Von den vielen oben genannten Vorteilen hat der ein Feature, das ich bei keinem anderen Kinderwagen bisher gesehen habe: innerhalb einer Sekunde ausklappbarer Sonnenschutz d.h. kein Drappieren von Moltontüchern, kein Rumgezupfe an Sonnensegel und Schirm.

    Wie man einen Kinderwagen kaufen kann, bei dem der Sportsitz in nur 3 oder weniger (Sitz-)Positionen einstellbar ist, bleibt mir ein Rätsel.

  • Reply Melanie 13. Oktober 2017 at 19:58

    Ein sehr schöner Beitrag!
    Wir überlegen gerade einen NXT90F zu kaufen. Etwas verunsichert bin ich jetzt, was das Verdeck angeht. Du hast geschrieben, dass es manchmal ungewollt nach hinten klappt. Kannst du das mal genauer erklären? Hatte beim testen im Laden das Gefühl das Verdeck wäre ganz stabil und würde am Platz bleiben. Wenn es aber immer umklappt, wäre das ein Argument sich nochmal weiter umzuschauen…
    wäre für eine kurze Antwort dankbar!
    Liebe Grüße
    Melanie

    • ekulele
      Reply ekulele 15. Oktober 2017 at 23:16

      Liebe Melanie, ich versuche es mal zu erklären 😉 Wenn man das Verdeck des Sportsitzes nicht ganz ausgeklappt (nach vorne gezogen) hat, sondern so „zusammen rafft/schiebt“, dann kann es passieren, dass es etwas nach hinten rutscht.
      Ich hoffe ich konnte dir helfen?!

  • Reply Melanie 16. Oktober 2017 at 9:25

    Danke für die Antwort.
    Würdest du das als störend empfinden?
    Denn wir haben zumindest beim Sportsitz bei unserem ersten Kind das Verdeck eigentlich nie ganz ausgeklappt, weil sie ja was sehen wollte. Trotzdem sollte es ja bleiben wo es ist und nicht irgendwo „rumhängen“ wo es stört.
    Liebe Grüße

    • ekulele
      Reply ekulele 16. Oktober 2017 at 22:07

      Nein, uns stört es nicht sehr, aber ich wollte es auf jeden Fall erwähnt haben 🙂

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