Familienleben, Kinderwelt

J.Boys freie Taufe bzw. Segensfeier

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Die Entscheidung, J.Boy frei segnen zu lassen, war kein spontaner Entschluss, sondern die logische Folge von zahlreichen Gesprächen zwischen dem Ehefreund und mir. Irgendwie wussten wir beide schon lange, dass wir J.Boy taufen bzw segnen lassen wollen, konnten es uns aber Anfangs gegenseitig nie wirklich begründen warum. Es war ganz ganz lange einfach nur ein Bauchgefühl, aber genau auf dieses sollte man ja eigentlich immer besser hören! Wir haben uns also ganz bewusst mit dem Thema Taufe/Kirche auseinander gesetzt. Beide sind wir keine treuen Kirchengänger und können uns weder mit der katholischen, noch mit der evangelischen Kirche zu 100% identifizieren. Und so haben wir bewusst keine Konfession gewählt, sondern und für eine freie Taufe entschieden. Warum, weil uns christliche Werte sehr sehr wichtig sind und wir diese J.Boy auf seinem Lebensweg mitgeben möchten, sowohl als Orientierung, als auch als Anker. Neben den christlichen Werten war es uns zudem ein großes Anliegen, den kleinen Racker nochmals „offiziell“ mit einem Willkommensfest zu begrüßen.

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Nachdem ich schon einiges bzgl. freie Taufe in meinen letzten Beiträgen und auf Instagram angedeutet habe, haben mich viele Fragen diesbezüglich erreicht.

Was ist bzw. bedeutet eine frei Taufe/Segnungsfeier genau?
Welche Konfession hat J.Boy nun?
Kann trotzdem ein Pate eingesetzt werden?
Wo findet eine freie Taufe statt?

(Anmerkung: es gibt einen Unterschied zwischen freie Taufe und freie Segnung, ich mache in diesem Beitrag jedoch keinen. Kurz: bei einer freien Taufe hat man eventuell später die Möglichkeit, die Taufe bei der evangelischen oder katholischen Kirche anerkennen zu lassen, bei einer freien Segnung nicht)

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Nachdem wir uns sicher waren, dass wir J.Boy gerne „ohne feste Konfession“ taufen lassen möchten, haben ich mich im Internet auf die Suche nach Möglichkeiten gemacht. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir nämlich selbst noch nicht, dass es so etwas wie eine freie Taufe gibt. Ich dachte mir jedoch, „wenn es freie Hochzeiten gibt, dann muss es doch auch etwas ähnliches für die Taufe geben„. Und siehe da, es hat gar nicht lange gedauert und ich wurde auf die Seite zeremonienleiter.de aufmerksam. Dort gab ich einfach unsere PLZ ein und schwupps wurden mir einige freie Theologen im Umkreis angezeigt. Ich habe mich durch einige Profile geklickt und bin schließlich auf Papilio aufmerksam geworden. Nachdem ich mich eine ganze Weile auf der Homepage umgeschaut habe, hatte ich direkt ein gutes Gefühl und gemeinsam mit dem Ehefreund habe ich eine erste Mail an Barbara Christina Merz geschrieben. Eine Antwort kam sehr schnell und wir vereinbarten direkt ein erstes Kennenlernen – und so begann unsere tolle Zusammenarbeit. Im stetigen Austausch haben wir die freie Taufe von J.Boy geplant und wir waren/sind wirklich super happy, mit Christina eine solch liebe und vor Ideen sprudelnde Person gefunden zu haben. Denn so konnten wir gemeinsam das Fest genau so planen, wie wir es uns vorgestellt haben. Im Wald, mit Musik, dem Einbeziehen unserer Familien und dem Einsetzen eines Paten. Denn, auch dies ist bei einer freien Segnungsfeier möglich. Wir und auch J.Boy sind sehr glücklich, dass sein Onkel, mein Bruder, nun an seiner Seite steht. Was die Konfession betrifft, so ist der Kleine nun weder katholisch, noch evangelisch. Natürlich kann er später frei entschieden, ob er einer Kirche angehören möchte und sich nochmals taufen lassen.

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Wo eine freie Taufe stattfinden kann ist eigentlich relativ offen. Es gibt viele Möglichkeiten, da hierfür kein bestimmter Ort vorgesehen ist. Uns war es ein großer Wunsch, dass die Segnung im Freien stattfindet. Vorgestellt haben wir uns einen Platz im Grünen, viel Raum für die Kinder, keine großen Straßen in der Nähe und natürlich tolles Wetter. Da man dies jedoch nicht bestellen kann, haben wir uns auf die Suche nach einem Ort im Freien gemacht, an welchem es bei Regenwetter die Möglichkeit zum Unterstellen bzw. Untersitzen gibt. Zudem war es uns wichtig, dass Toiletten vorhanden sind, sowie im Idealfall auch Starkstrom. Denn diesen sollten wir für das leibliche Wohl benötigen. Spontan kam uns nämlich eines Abends in den Sinn, dass wir für das Fest gerne einen Flammkuchen-Bäcker hätten. Frische Flammkuchen, belegt nach Wunsch – lecker und vor allem super unkompliziert. Glücklicherweise haben wir genau solch einen Platz im Grünen, im Wald und obendrein einen klasse „Flammkuchenkönig“ gefunden! Es hätte nicht besser laufen können (ausser am Morgen der Feier, denn leider war der Platz in keinem guten Zustand und wir mussten noch etlichen Müll entsorgen – einen freundlichen Gruß an die eher unkooperative Gemeinde Durmersheim bzw. die Zuständigen für den Platz! ).

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Wir hatten einen wunderschönen, unvergesslichen Tag und sind unheimlich froh, dass wir uns für eine freie Segnung entschieden haben. An dieser Stelle nochmals herzlichsten Dank an alle, die mit uns gefeiert haben, Christina von Papilio, das Team vom Flammkuchenkönig, Wibke und Desi für die schöne Musik und natürlich webundwelt_fotografie für die tollen Fotos!

Wenn ihr noch weitere Fragen habt, lasst es mich gerne wissen!

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11 Kommentare

  • Antworten Tanja 15. Juli 2016 um 23:46

    Hallo Frauke,

    was für eine schöne Idee. Ich hatte davon noch nie gehört, finde es aber total schön, dem kleinen Mann die Werte mitzugeben, ohne ihn aber gleich dem Druck einer Konfession auszusetzen, wenn er sie nicht möchte. Ein unglaublich moderner und schöner Weg.

    Viele liebe Grüße und weiter alles Gute euch!
    Tanja

  • Antworten Saskia 16. Juli 2016 um 7:35

    Oh wie schön. Das hört sich nach einem tollen Fest an!

  • Antworten Katharina 16. Juli 2016 um 10:19

    Toller Beitrag <3

  • Antworten Schwarzwaldmaidli 16. Juli 2016 um 11:53

    Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Wieder was gelernt. 😉
    Sehr schön habt ihr alles vorbereitet. Von der Idee bis zur Deko gefällt mir es sehr gut.
    Liebe Grüße
    Anette

  • Antworten Clarissa 16. Juli 2016 um 12:04

    Sieht sehr schön aus!
    Ich finde es prima, dass euch christliche Werte wichtig sind und kann auch verstehen, dass ihr euch nicht hundertprozentig mit der katholischen oder evangelischen Kirche identifizieren könnt. Ich selbst bin in einer freien Pfingstgemeinde, im Gospelhouse Baden-Baden. Vielleicht möchtet ihr da mal vorbei schauen, ich würde mich freuen. Nähere Informationen gibt es hier: http://www.baden.gospelhouse.de/
    Liebe Grüße

  • Antworten Steffi 16. Juli 2016 um 19:59

    Oh, wie cool. War das Barbara Christina Merz?? Sie hat die Trauung meiner Cousine gemacht und es war wunderschön. 😀

    • Antworten ekulele 16. Juli 2016 um 20:57

      Oh wie toll 🙂 Ja, Barbara Christina Merz hat die freie Segnung gemacht 🙂

  • Antworten Beautyrausch 16. Juli 2016 um 20:25

    Schöner Bericht! Da habt Ihr jemand tolles ausgesucht. Barbara hat uns letztes Jahr getraut 🙂 Überlegen uns auch bei ihr eine freie Taufe zu machen 🙂

    • Antworten ekulele 16. Juli 2016 um 20:58

      Wie toll, dass auch du sie kennst 🙂 Wir können eine freie Taufe nur wärmstens empfehlen!!!

  • Antworten Sabine 9. September 2016 um 17:13

    Hey!
    Ich habe noch eine Frage! 😀 Wie habt ihr denn den Paten für J.Boy eingebunden? Also, gab es einen besonderen Moment zwischen beiden? Ich frage mal, weil ich bald Patin bei einer freien Taufe sein soll ;).
    Danke und lieben Gruß! 🙂

  • Antworten Reginald Müller 28. Oktober 2016 um 11:54

    Ein toller Bericht. Ich biete solche Zeremonien auch an. Gestern hatte eine Mutter das Fest wieder abgesagt. Sie und Ihr Mann hatten sich so sehr auf die freie Taufe gefreut. Ihre Motivation war ähnlich, wie Du es beschrieben hast. Doch sie bekamen mit Ihrer Verwandtschaft so großen ärger, dass sie die Feier abgesagt haben. Ich finde diesen Artikel sehr ermutigend und werde den Eltern davon erzählen.

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