Der Ehefreund spricht, Familienleben

Der Ehefreund spricht – Eure Fragen, seine Anworten

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Frauke hat vergangenen Sonntag bereits auf Instagram kundgetan, dass ich mich wegen einer verlorenen Wette bis zu 10 eurer Fragen stellen muss.

Tatsächlich gingen bis heute exakt 10 Fragen ein, so dass ich diesen regnerischen Sonntag genutzt und einfach mal alle beantwortet habe. Da das Ganze aber schlussendlich etwas umfangreicher wurde, bekommt ihr heute die ersten 6 Antworten zu lesen. Zu gegebenem Zeitpunkt gibt es dann noch die Antworten auf  folgende Fragen:

  1. Mit welcher Angewohnheit/welchem Verhalten kann Frauke dich zur Weißglut bringen?
  2. Wie kommst du damit klar so viel von Fraukes und J.Boys Alltag zu verpassen oder zumindest nicht live mitzuerleben?
  3. Wie stellst du dir euer Leben in 5 Jahren vor?
  4. Warst du bei der Geburt dabei? Welche Tipps hast du für werdende Väter?

Kommen wir also zu den Nummern 1 – 6

1. Was waren die ersten Gedanken über Frauke, als du sie kennengelernt hast?

Das wird jetzt gleich Romantik pur…nicht! Ich kann mich nämlich ehrlich gesagt nicht mehr im Detail daran erinnern, vor allem da das Kennenlernen auf keinen konkreten Zeitraum eingegrenzt werden kann. Wir hatten über Jahre hinweg einen sich sehr überschneidenden Freundes- und Bekanntenkreis und sind uns deshalb bereits seit ungefähr 2004 immer mal wieder im Nachtleben über den Weg gelaufen. Ein nettes Lächeln hier, verhaltenes Zunicken da und das war es dann aber auch schon. Die erste längere Unterhaltung muss Mitte 2009 gewesen sein, als wir mit besagtem Freundes-/Bekanntenkreis einen Bus gemietet und in einiger Entfernung einen Freund besucht hatten, der auf einer größeren Veranstaltung als DJ gebucht war. Die Party war jedoch ein absoluter Reinfall, da extremste Dorf-Disko und wir bereits zu dem Zeitpunkt weit weit über dem Altersdurchschnitt. Frauke war dann an dem Abend tatsächlich meine Rettung vor einem langsamen, gelangweilten dahin Vegetieren und hat sich als gar nicht so unnahbar/ eingebildet erwiesen wie immer gedacht und noch dazu einen herrlich sarkastischen Humor erkennen lassen. Dennoch sollte es noch einige Zeit dauern, bis wir realisiert hatten, dass das Leben zu zweit deutlich mehr Spaß macht.

2. Welche drei Eigenschaften schätzt du an Frauke am meisten?

  • Ihren sarkastischen Humor – den nicht immer jeder versteht, was es noch viel lustiger macht und hin und wieder zu herrlich unangenehmen Schweigen oder pikierten Blicken führt
  • Die Tatsache, dass sie trotzt ihres reifen Alters (wenn sie das Korrektur liest gibt es sicher gleich Ärger…) in ihrem Kopf irgendwie immer noch Kind sein kann
  • Ihren Familiensinn, der sich bspw. darin wiederspiegelt wie abgöttisch sie den kleinen J.Boy-Mann liebt, sich immer so rührend um ihn kümmert und alles für ihn tun würde

3. Wie ist es für dich, dass Frauke so viel aus eurem Leben teilt? Findest du es uneingeschränkt gut?

Man gewöhnt sich irgendwie daran – was jetzt aber keineswegs negativ klingen soll – nur wäre das von Anfang an so gewesen, dann hätte ich es vielleicht tatsächlich komisch gefunden. Da der Fokus ihres Blogs vor 3 Jahren aber noch ein anderer war und sich nun gemeinsam mit unserem Leben Richtung Familie, Reisen, etc. entwickelt hat, hatte ich Zeit genug mich damit auseinanderzusetzen. Nun gehört der Blog einfach zum Alltag dazu und ich weiß wie unheimlich wichtig er für sie ist.

Sehr viele Inhalte werden aber auch mit mir abgestimmt, gerade wenn es um spezifische Details unseres Alltags oder grundsätzlich um J.Boy geht. Ich auch ein entsprechendes Veto-Recht, was mir sehr wichtig ist.

Und wenn ich abends immer mal wieder unfreiwillig irgendwelche Youtube-Videos mit anhören muss, in denen die werten Damen sich über ihren Stuhlgang, Darmsanierung oder sonstige „spannende“ Dinge auslassen, denke ich mir jedes Mal aufs Neue: „Mensch, Glück gehabt, dass Frauke das nicht auch noch thematisiert“.

Es hätte mich definitiv schlimmer treffen können.

4. Warum heißt du „Ehefreund“?

Einerseits weil Frauke berühmtberüchtigt für ihre Wortneuschöpfungen ist, welche aber im seltensten Fall absichtlicher Natur sind… Andererseits, weil sie sich selbst noch nicht reif für einen EheMANN fühlt, da sie das Wort in direkte Verbindung mit dem greisen Alter setzt und nicht wahrhaben will, dass sie mit großen Schritten auf die 30 zugeht 😉

5. Wie klappt das mit deiner & Fraukes veganer Ernährung?

Richtig gut, vor allem, da sie sich nicht mehr ausschließlich vegan ernährt. Aber selbst zu der rein veganen Zeit hat es hervorragend geklappt. Was auch damit zusammenhängt, dass Grund für die Ernährung eher gesundheitliche Faktoren waren und nicht ihre Tierliebe. Wenn es danach gegangen wäre, dann hätte Frauke bereits zum Frühstück immer einen ganzen Streichelzoo auf Toast verschlingen müssen.

Sie hat mir in meine Ernährung nie bzw. nur sehr selten reingeredet und ich konnte auch vor ihr ohne Probleme mal ein Steak essen. Umgekehrt habe ich ihr bspw. nie Fleisch in Gemüseshakes gemixt und lediglich mit Eintreten der Schwangerschaft meine Bedenken geäußert… und ja, hinsichtlich J.Boy im Kaulquappen-Stadium hatte ich die tatsächlich und würde sie auch weiterhin haben – ist nun mal so.

6. Würdest du manchmal gerne mit Frauke tauschen?

Oh… ähm, nein, nicht wirklich 😉

Rein auf die Familie bezogen bin ich glaube ich bin besser in der Rolle als Papa und Frauke besser in der Rolle als Mama. Ich habe den allergrößten Respekt vor der Verantwortung, welche Frauke sich bewusst selbst auferlegt hat, als sie sich entschied vorerst „Vollzeit-Mami“ sein zu wollen. Ich könnte das nicht und bin mir mehr als bewusst, wieviel Arbeit und auch Stress das mit sich bringt – zudem in Kombination mit dem Bloggen, was täglich auch sicher nochmal 3-4h Zeit in Anspruch nimmt! Und das schreibe ich gerade komplett freiwillig, ohne gezwungen zu werden bzw. ohne einer möglichen Eskalation vorbeugen zu wollen.

Und ganz unabhängig von der Familiensache bin ich dann doch tatsächlich viel zu gerne einfach nur Mann.;)

Der Ehefreund

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7 Comments

  • Reply Janina 10. Oktober 2016 at 12:35

    Herrlich sympathisch, ihr Beide!

    Danke euch, hat Spaß gemacht, das zu lesen.

    • Reply ekulele 10. Oktober 2016 at 20:06

      <3

  • Reply Saskia 11. Oktober 2016 at 5:32

    Sehr interessant!

  • Reply Kathrin 11. Oktober 2016 at 15:12

    So ein ehrlicher und gleichzeitig witziger Beitrag – hat echt Spaß gemacht zu lesen! Dein Ehefreund wirkt sehr sympathisch, bzw. eigentlich ihr beide! 🙂

  • Reply Nadja 11. Oktober 2016 at 17:53

    Wirklich wunderbar geschrieben 🙂 Ihr seit beide super sympathisch – ich gehe da einfach fest von aus, dass mich mein Gefühl nicht trügt. 😀
    Liebe Grüße

  • Reply Antje 17. Oktober 2016 at 1:17

    „Wenn es danach gegangen wäre, dann hätte Frauke bereits zum Frühstück immer einen ganzen Streichelzoo auf Toast verschlingen müssen.“

    Da stehe ich jetzt auf dem Schlauch… Liebst du jetzt Tiere oder nicht? Widerspricht sich das Lieben und Essen nicht?
    Ich bin verwirrt.

    Liebe Grüße, Antje

    PS: Schrumpft das Gehirn beim Stillen? Oder fühlt es sich nur bei mir so an…

    • Reply ekulele 18. Oktober 2016 at 20:28

      In der Tat ein bisschen widersprüchlich 😉 Vegan wurde bzw. war ich vor allem aus gesundheitlichen Gründen. Mit Tieren hatte ich es noch nie so, ich habe vor vielen wahnsinnige Angst. Trotzdem wollte und will ich sie nicht essen. Mein Ehefreund meint das als kleine Stichelei, denn bei unserem letzten Besuch im Streichelzoo bin ich richtig in Panik geraten, weil die Ziegen so nahe kamen, an mir hochgeklettert sind 😀

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